Anker und Rücksprung

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Sprung zu einem externen Anker

Meltemi -Sommerwind in der Ägäis

 

Der Meltemi ist ein trockener, kühler Nordost- bis Nordwestwind der in der Zeit von Juni bis September in der Ägäis auftritt. Er bestimmt vor allem das Klima der Kykladen und erreicht oft Sturmstärke. Im Allgemeinen gelten die Monate Mai und Juni als ruhige Zeit. Es kann aber durchaus vorkommen, dass schon im Mai tagelang ohne Unterbrechung harte Nordwinde wehen, wie sie normalerweise erst im Juli und August erwartet werden.

Törnplanung

 

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Vor dem Törn steht die Planung. Das Revier, war schnell festgelegt, unser Ziel werden die von uns geliebten griechischen Inseln im Bereich des Dodekanes und der Kykladen. Neues wollten wir kennen lernen und bewährtes integrieren.
Der Termin stellte sich diesmal als kritischster Punkt heraus, unser bewährter Terminrahmen Ende Mai bis Anfang Juni war nicht zu schaffen. Als Kompromiss konnten wir uns auf die Zeit 28 Juni bis 12 Juli 2006 verständigen, wohl wissend, dass wir damit in die kritischen Meltemi-Monate fallen. Ein Grund mehr zur Meltemizeit Alternativen in der Route zu beachten.

Da alle Crewmitglieder, außer mir, nur eine Woche von ihrem Urlaub zur Verfügung hatten, entstand der Plan einen Zweiwochentörn mit zwei Crews zu realisieren. Als Charter ein Rundtörn von und nach Kos, für die einzelnen Crews mit folgenden Teilstrecken:

Natürlich hatten wir Alternativen zu unserer Planung bedacht, ein Tag oder eventuell zwei Tage Zwangspause waren berücksichtigt, Abkürzungen und Änderungen besprochen. Kos und Santorin waren unter dem Aspekt der guten Flugverbindungen ein wichtiger Faktor, wie sich  später herausstellte hatten wir jedoch die Rechnung ohne die Fluglinie gemacht. Bereits im November 2005 buchten wir die Flüge und charterten das Schiff und damit die Eckpunkte des Törns festgelegt. Den zusätzlichen Nutzen von Frühbucherrabatten und der Verfügbarkeit von Schiffen und Flugverbindungen nehmen wir dabei gerne in Kauf.
Die langen Winternächte waren nun ideal für die detaillierte Ausarbeitung des Törns unter Zuhilfenahme von Hafenhandbüchern, Seekarten, Törnberichten, Internetrecherchen und diverser Reiseführer.
Versicherungen wurden gebucht, Mietwagen bestellt und natürlich einige Nächte der Vorbesprechungen notwendig.
Mit jedem Detail und Gespräch steigerte sich die Vorfreude. Dann endlich, am 28 Juni 2006 war es soweit, das Unternehmen Törn 2006 konnte gestartet werden.

Anreise  Kos Marina

Um möglichst früh in der Marina zu sein, hatten wir uns für die frühe Flugverbindung Frankfurt – Kos entschieden. Eine kurze Nacht war angesagt, Abflug 6:15 von Frankfurt, davor per Mietwagen von Esslingen nach Frankfurt. Um genügend Sicherheit für die Anfahrt zu haben bedeutete dies Abfahrt um 2:00 Uhr. Der alternative Direktflug von Stuttgart wäre erst am Abend in Kos gelandet und die Schiffsübernahme erst am nächsten Morgen möglich gewesen.
Nach pünktlicher Landung schnappten wir uns ein Taxi und erreichen nach 20 Minuten um ca. 12:00 die Marina.

An der Yacht Carinya, einer Bavaria 44, welche uns vom Törn des Vorjahres bestens bekannt war, wurden gerade die letzten Reinigungsarbeiten vorgenommen -wir waren super in der Zeit. Während Eberhard und ich die Schiffsübernahme mit dem Base Manager von Nomicos Yachts regelten waren Rolf und Hans für den Einkauf von Getränken, Lebensmitteln und Sonstigem zuständig. Ein kleiner Supermarkt in der Marina hatte die Dinge auf Lager welche eine Yachtcrew so braucht. Selbstverständlich war der geschäftstüchtige Inhaber immer bemüht uns zusätzliche -möglicherweise notwendige- Dinge zu verkaufen. Da wir unsere Einkaufsliste aber seit Jahren pflegen und als Vorlage hatten gab er schnell auf und wir konnten innerhalb kürzester Zeit unsere Einkäufe erledigen.

Die Übernahe der Yacht brachte keine größeren Überraschungen. Einige Küchenhilfen wurden schnell von dem Charterunternehmen aus dem Supermarkt besorgt und die unzureichende Anzahl dünner Leinen ergänzt. Diese Hilfsleinen sind immer unzureichend, sie haben aber auch auf diesem Törn wieder wertvolle Dienste geleistet.

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